Herzinfarkt-Diagnose: EKG, Blutwerte und Untersuchungen

 

Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt werden in der Regel ein Elektrokardiogramm (EKG) und Blutuntersuchungen durchgeführt. Für das EKG werden Elektroden am Oberkörper und an den Extremitäten angebracht. Sie erfassen die elektrische Aktivität des Herzens und können Hinweise auf Durchblutungsstörungen des Herzmuskels geben. Die Diagnose ergibt sich aus dem Gesamtbild von Beschwerden, EKG und Laborwerten (insbesondere Troponin). Anhand des EKGs werden zwei Arten von Herzinfarkten unterschieden:

  • ST-Hebungsinfarkte (STEMI): Eine typische Erhebung im EKG deutet oft auf einen schweren Herzinfarkt mit komplettem Verschluss eines Koronargefäßes hin.
  • Nicht-ST-Hebungsinfarkte (NSTEMI): Im EKG ist keine ST-Strecken-Hebung erkennbar

Die Unterscheidung zwischen den beiden Infarkt-Typen ist für die Behandlung wichtig, da sie Hinweise auf die Dringlichkeit und Art des notwendigen Eingriffs gibt. In beiden Fällen ist jedoch eine rasche fachärztliche Abklärung notwendig, da beide Formen des Herzinfarkts ernsthaft und potenziell lebensbedrohlich sind. Die endgültige Diagnose ergibt sich immer aus dem Zusammenspiel von Beschwerdebild, EKG-Befund und Laborwerten – kein einzelner Wert allein ist ausschlaggebend.

Wichtig: Beide Arten von Herzinfarkten sind bedrohlich und sollten schnellstmöglich behandelt werden!