Leukämie: Ursachen, Risikofaktoren und Früherkennung von Blutkrebs

Ursachen

  • Blutkrebs (Leukämie) entsteht durch Veränderungen in Zellen des blutbildenden Systems.
  • Bei einem Großteil der Betroffenen kommt es zu Fehlern in der Erbsubstanz (Mutationen).
  • Warum diese Veränderungen auftreten, lässt sich meist nicht genau beantworten.
  • Vermutlich wirken mehrere Faktoren zusammen.
  • Betroffene haben die Erkrankung in der Regel nicht selbst verursacht.

Risikofaktoren

Zu den wissenschaftlich belegten Risikofaktoren zählen:

  • hohe Dosen radioaktiver Strahlung
  • bestimmte Chemikalien, zum Beispiel Benzol und 1,3-Butadien, enthalten z.B. in Benzin, Abgasen, Tabakrauch
  • frühere Chemotherapie mit bestimmten Arzneimitteln
  • bestimmte angeborene genetische Veränderungen, z. B. Trisomie 21
  • seltene Infektionen mit HTLV-1, ein Virus, das bestimmte Immunzellen befällt
  • Diskutiert, aber bisher nicht sicher belegt: Übergewicht und Rauchen.

Wichtig:

  • Nur wenige Risikofaktoren sind wissenschaftlich belegt.
  • Nicht jeder Mensch mit Risikofaktoren erkrankt an Blutkrebs.

Früherkennung

  • Die Symptome sind oft unspezifisch, d.h. schwer einzuordnen.
  • Für Leukämien gibt es derzeit kein allgemeines Früherkennungsprogramm.
  • Akute Leukämien fallen meist plötzlich durch Fieber, Schwäche, Gelenkschmerzen und Blutungsneigung auf.
  • Chronische Leukämien werden häufig zufällig bei einer Blutuntersuchung entdeckt.
  • Auffällige Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

Wichtig: Für Leukämien steht keine gezielte Krebsvorsorgeuntersuchung zur Verfügung.