Hirntumore: Ursachen, Risikofaktoren und Früherkennung

Ursachen

Warum Hirntumore entstehen, ist bei den meisten Betroffenen bis heute nicht abschließend geklärt. Anders als bei manchen anderen Krebsarten lassen sich Hirntumore in der Regel nicht auf einen bestimmten Lebensstil oder eine einzelne äußere Ursache zurückführen. Die Forschung geht davon aus, dass es sich meist um zufällige Veränderungen im Erbgut einzelner Zellen handelt, die im Laufe des Lebens auftreten können. Nur in seltenen Fällen lassen sich Hirntumore auf bekannte Risikofaktoren oder erbliche Tumorsyndrome zurückführen. Betroffene sollten wissen: Ein unklarer Ursachenbefund bedeutet nicht, dass sie selbst etwas falsch gemacht oder die Erkrankung hätten verhindern können.

Risikofaktoren

  • Trotz umfangreicher Forschung ist bisher wenig darüber bekannt, was Hirntumore begünstigt.
  • vereinzelt nachgewiesen:
    • nach einer Strahlentherapie
    • bei familiärer Vorbelastung
    • bei einer CT im Kindesalter

Früherkennung

Für die Allgemeinbevölkerung gibt es derzeit kein gesetzliches Früherkennungsprogramm für Hirntumore, wie es etwa für Brust- oder Darmkrebs existiert – ein solches Screening wäre angesichts der Seltenheit und der unklaren Ursachen aktuell auch nicht sinnvoll umsetzbar. Anders sieht es bei Menschen mit bestimmten erblichen Tumorsyndromen aus: Für sie können regelmäßige MRT-Kontrollen in festgelegten Abständen sinnvoll sein, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Wer eine familiäre Häufung von Hirntumoren oder ein bekanntes Tumorsyndrom in der Familie hat, sollte dies mit einem Arzt besprechen. Für alle anderen gilt vor allem: Neu auftretende oder sich verändernde neurologische Beschwerden zeitnah ärztlich abklären lassen.