Brustkrebs: Ursachen, Risikofaktoren und Früherkennung
Ursachen
Bei den meisten Patientinnen lässt sich kein einzelner, klar erkennbarer Auslöser für die Erkrankung feststellen. Brustkrebs entsteht, wenn genetische Veränderungen in einer Zelle der Brustdrüse dazu führen, dass sich diese unkontrolliert teilt und in umliegendes Gewebe einwächst. Solche Veränderungen können zufällig im Laufe des Lebens entstehen oder durch bestimmte Risikofaktoren begünstigt werden. Nur ein kleinerer Teil der Erkrankungen geht auf eine erbliche Veranlagung zurück. Ärzte können daher meist keine einzelne Ursache benennen, sondern sprechen von einem Zusammenspiel mehrerer beeinflussbarer und nicht beeinflussbarer Faktoren.
Risikofaktoren
- Nicht beeinflussbare Faktoren: höheres Alter, erbliche Veranlagungen, dichtes Brustgewebe, bestimmte Veränderungen des Brustdrüsengewebes, eine frühere Strahlentherapie des Brustkorbs, Diabetes mellitus Typ 2, hormonelle Faktoren
- Beeinflussbare Faktoren: Alkoholkonsum, Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, hormonelle Verhütungsmittel, Hormonersatztherapie nach den Wechseljahren
Früherkennung
Brustkrebs entsteht häufig im oberen äußeren Bereich der Brust. Die regelmäßige Selbstbeobachtung kann helfen, Veränderungen früh zu bemerken.
Selbstbeobachtung, kurz und regelmäßig
- Einmal im Monat, am besten einige Tage nach der Periode
- Auf Veränderungen achten und bei Unsicherheit ärztlichen Rat einholen
- Die Selbstbeobachtung ersetzt keine ärztliche Früherkennungsuntersuchung
- Auch Ihr Arzt kann Ihnen eine Anleitung zur Selbstuntersuchung geben
Von der Krankenkasse bezahlte, freiwillige Vorsorgeuntersuchungen für Frauen
ab 30 Jahren:
- jährliche ärztliche Tastuntersuchung (ab 30 Jahren)
- eine Anleitung zur Selbstuntersuchung durch den Arzt
zwischen 50 und 75 Jahren:
- alle zwei Jahre eine Mammographie-Untersuchungen bei Frauen von 50 bis 75 Jahren



